Hallo und einmal mehr herzlich willkommen zu Marcs kleine Welt.
Vielleicht hast du dich jetzt, wo du die ersten Folgen schon gehört hast, gefragt.

„Warum eigentlich Marcs kleine Welt? Ist die so klein?“

Ach ja, weißt du, ich nenne es immer Marcs kleine Welt einfach um dir deutlich zu machen: ich habe eine Meinung. Ich habe eine Meinung zu vielen Dingen und letztlich geht’s in diesem Podcast wie in meinen Seminaren, meinen Büchern, meinen Hörbüchern, bei all den Dingen, die ich tue, die ich erzähle immer darum, was mein Modell von Welt ist. Das kommt als Idee so ein bisschen aus dem Modell des NLP, dem neurolinguistischen Programmieren. Da werde ich irgendwann in einer späteren Folge noch mal ein bisschen was zu erzählen, weil die Seminare, die ich gebe, die handeln von diesem NLP. Und es gibt Vorannahmen in diesem NLP und eine Vorannahme heißt „die Landkarte ist nicht das Gebiet“ und das hört sich so ein bisschen kompliziert an, ist nicht schlimm. Es geht darum, dass jeder von uns, du und ich und all die anderen Menschen, aber wirklich jeder einzelne ein eigenes Modell der Welt in seinem Kopf hat. Das heißt, jeder von uns nimmt die Welt ein bisschen anders wahr. Wir tun so, als hätten wir eine geteilte Realität. Das stimmt nicht. Das ist nicht gelogen, nur wir gehen im NLP davon aus, dass jeder sein eigenes Modell von Welt hat, und wir werden das Modell eines anderen Menschen nie wirklich verstehen können. Dafür sind diese Modelle viel zu komplex, viel zu abhängig von 100 Millionen Faktoren aus der Kindheit, aus deinen Beurteilungen, aus deiner Wahrnehmung, aus deiner Bewusstheit. Es hängt an so vielen Faktoren wie dein Modell von Welt konkret aussieht. So, von daher macht dann auch streiten keinen Sinn, weil jeder in seinem Modell von Welt lebt und so ist sie entstanden, Marcs kleine Welt, mitten im Seminar, dass ich immer dazu gesagt habe: „Okay, das ist jetzt meine Welt, jetzt kommt etwas aus meiner Welt“.

Und dieser Podcast und die vielen anderen Dinge, die ich tue, sind eine Einladung an dich, ein bisschen in diese Welt einzutauchen, um deine eigene kleine Welt zu überprüfen, deine Welt mal, naja, vielleicht auch auf eine Art Prüfstand zu stellen.

Und mir geht’s überhaupt nicht darum, dass du meine Meinung übernimmst zu den Dingen, sondern die Anregung, die Idee, die Hoffnung vielleicht auch in mir ist, dass ich dir helfen kann, die Grenzen, die deine kleine Welt dir auferlegt, nämlich dein Modell von Welt, vielleicht noch mal zu hinterfragen und vielleicht die ein oder andere Grenze auch wegzubrechen. Dann verlässt du deine Komfortzone, probierst neue Sachen aus, bist bereit für die Veränderung. Das ist so ein bisschen die Idee dahinter.

Gut, also das du nur so kurz als Erzählung zu Beginn. Ich wollte noch mal auf ein Thema zurückkommen von vergangener Woche, weil ich glaube, dass dieses Thema noch ein bisschen Aufmerksamkeit bekommen darf. Das Thema lautet:  (und da sind wir vorbeigekommen)

Es ist nicht zwangsweise so, dass du mit zunehmendem Alter, Lebensalter, dieses entwickelst, was ich letzte Woche Reife genannt habe, diese Selbstbewusstheit entwickelst.

Das ist kein zwangsweiser Prozess und deswegen gibt es eine Menge Menschen in verschiedenen Altersstufen, die die überhaupt nicht haben, diese Form von Selbstbewusstheit. Sondern es gibt unendlich viele und bei weitem die Mehrheit der Menschen wird sich nicht in diesem Leben mit sich selbst beschäftigen und wird nicht über sich selbst hinauswachsen. Wir leben in der fantastischen Zeit, wo immer mehr Menschen sich damit beschäftigen, immer mehr Menschen aufhören, vor ihren Ängsten wegzulaufen, immer mehr Menschen wollen diese eingefahrenen Gleise verlassen, wollen nicht auf Autopilot sein. Wollen nicht sich ständig mit dem Partner streiten oder mit den Kindern. Sie wollen ein anderes Leben. Sie wollen ein ruhiges Leben, schönes Leben, angenehmes Leben, wollen sich vielleicht auch trauen, mal was ganz anderes zu machen. Und so habe ich heute eine ganz tolle E-Mail bekommen von einer Teilnehmerin, die jetzt nach Neuseeland ausgewandert ist mit ihrem Mann und den Kindern. Und das ist eine so wunderschöne Geschichte, weil hier jemand ist, der beschreibt wie sie das am Anfang nur mal als fixe Idee hatte. Wo jemand eine Idee sozusagen langsam konkretisiert, dann herausfindet, dass das nicht nur eine Spinnerei ist, sondern echtes Interesse und dann macht sich diese Familie auf die Reise, wandert aus und findet heraus, ob es vielleicht da draußen noch ein ganz anderes Leben gibt, als einfach nur in Deutschland zu bleiben. Ich möchte dich nicht dazu anregen, dass du jetzt dringend eine Weltreise machst oder sogar ganz deinen Wohnsitz verlegst. Das ist nicht das, worum es mir geht, sondern was ich nur sagen möchte ist, Veränderung ist möglich und überlebbar. Und da sind keine Grenzen gesteckt, das kann eine kleine Veränderung sein, eine große Veränderungen sein. Ich habe bei all dem, was ich tue, nicht primär die Intention, dass du deinen Wohnort wechselst, das kann eine Begleiterscheinung sein.

Ich bin letztlich dafür Trainer und Autor und mache auch diesen Podcast dafür, dass du diese Form von Reife entwickelst. Das ist die Reise, auf die ich dich mitnehmen möchte, die Reise zu Dir selbst.

Dadurch wird sich natürlich dein Umgang mit anderen Menschen verändern, dadurch wirst du dich verändern. Du wirst mehr -ich habe das schon mal gesagt – mehr der Mensch werden, der du wirklich bist. Egal, was du dir heute darunter vorstellst. Und ich glaube, dass diese Reise, diese Beschäftigung mit dir selbst erst so wirklich in diesem Jahrhundert möglich ist, auch schon in den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts. In den Industrienationen erleben viele von uns – und das ist diese Bedürfnispyramide, brauchen wir nicht länger drüber nachdenken – einen Grad von Sättigung an Konsumartikeln zum Beispiel, die jetzt zum ersten Mal die Auseinandersetzung mit der geistigen Entwicklung ermöglicht. Nicht, dass man das in früheren Jahrhunderten nicht hätte haben können, nur die Wahrheit ist, wenn du nicht genug zu beißen hast und musst den ganzen Tag hart arbeiten, um irgendwie sogar über die Runden zu kommen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du dich mit deinen persönlichen Themen beschäftigst, mit deinen Ängsten, mit deinen Sorgen und mit deiner persönlichen Weiterentwicklung logischerweise relativ gering. So, das heißt, der Wohlstand, der allgemeine zumindest, der, den wir in den Industrienationen erleben, macht hier eine neue Entwicklung der Menschheit möglich und wir werden so ein bisschen zu Vorreitern als die Menschen, die sich um diese inneren Belange – so möchte ich sie jetzt einfach mal nennen – ernsthaft kümmern.

Ja, es bedeutet, dass man sich mit sich selbst beschäftigt.

Einer der Kritikpunkte, die mein Dad an mir hat, ist, dass er sagt:“ Weißt du, Marc, deine Generation dreht sich die ganze Zeit nur um sich selber. Ihr denkt zu viel über euch nach und das ist euer Problem“. Das mag sein, ich möchte ihm da gar nicht widersprechen, weil ich noch lange nicht damit fertig bin. Ich habe für mich festgestellt, ich mag das, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen und auch über andere Menschen nachzudenken. Insbesondere natürlich immer wieder vor dem Hintergrund: Okay, was ist denn mit der Veränderung? Was macht das mit mir und wie kann ich vielleicht negative Gefühle, die ich in bestimmten Situationen empfunden habe, auflösen? Ich stelle immer wieder fest – und es gibt auch diese Fragen in meinen Seminaren – ich stelle immer wieder fest, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass Menschen innehalten und dass Menschen sagen: „Ich glaube, es ist genug Angst gewesen. Ich möchte diese Angst überwinden, ich möchte einen neuen Weg finden für mich“. Das ist auch gesellschaftlich, würde ich jetzt einfach mal sagen, noch nicht so richtig anerkannt.

Es sind immer noch zu Viele im Überlebensmodus, haben Angst den Job zu verlieren oder nicht genug Geld zu haben oder dass den Kindern irgendwas passiert oder, oder, oder…

Es gibt tausend Gründe, sich nicht auf die Reise zu machen und ich kann noch nicht mal viele Gründe nennen, warum die Reise sich für dich lohnt. Ich empfehle dir trotzdem diese Reise zu dir selbst. Ich empfehle dir, dein Selbstbewusstsein zu stärken, indem du dir selbst bewusster wirst, wer du bist, nicht wer du sein solltest, sondern wer du bist. Zum ersten Mal vielleicht in deinem Leben diese Frage: „Wer bin ich? Was mache ich hier?“ Und es ist eine schöne Zeit, ich bin total glücklich, dass wir in dieser Zeit leben, in der diese Fragen erlaubt sind. Menschen haben sich immer schon gefragt: „Was mache ich hier?“ Nur sie hatten zum Beispiel, weil sie gar nicht so viele Jahre auf dem Planeten waren wie wir. Die meisten Männer sind mit 40 schon tot gewesen, sie hatten auch gar nicht die Zeit, in Ruhe darüber nachzudenken. Und ich glaube, dass man erstmal seine Kindheit und Jugendzeit und diese ganze Ausbildungszeit und wenn man dann selber Kinder bekommt, auch diese Zeit in Ruhe hinter sich bringen darf, um dann diese anderen Gedanken in Ruhe zu denken und damit voranzukommen. Ich meine, ja, wir sind als Menschen auf diesem blauen Planeten mehr oder weniger zufällig gelandet, das ist jetzt Fakt und ich mag es wenn du anfängst, dich zu fragen: „Was soll das?“ So wie Herbert Grönemeyer singt: „Was soll das?“

Ja, was soll das hier? Was mache ich hier? Wer bin ich und was mache ich hier? Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Ich weiß schon, das ist die Stelle, an der für den ein oder anderen die Reise beginnen mag und ich weiß nicht, wo du auf dieser Reise bist.

Vielleicht bist du ganz am Anfang, vielleicht bist du mittendrin. Du würdest das jetzt nicht hören, du würdest diesen Podcast nicht gefunden haben oder er wäre dir nicht empfohlen worden, wenn es nicht passen würde. Ich möchte diese Dinge in dir in Schwingung bringen. Was machst du hier? Was soll das? Was ist deine Antwort? Welchen Sinn macht dieses Leben? Und diese Fragen stellen sich natürlich bei ganz vielen Menschen in einer Gesellschaft, in der die Religion auf dem Rückzug ist, weil sie seit mindestens vielen Jahrzehnten keine Antworten mehr liefert, die die Menschen hören wollen. Auch in den Gottesdiensten, die heute noch gehalten werden in katholischen, evangelischen Kirchen, geht es um Begriffe wie Sünde. Was ja bedeutet, es gibt einen Gott und dieser Gott urteilt über uns. Und wenn dieser Gott über uns urteilt, dann kommt er halt zu irgendeinem Urteil und dieses Urteil müssen wir dann beim jüngsten Gericht – wo ich mir nicht so sicher bin, ob es bei den Katholiken noch vorhanden ist – aber das müssen wir uns dann irgendwann anhören und dann gibt’s dieses Urteil, das dann über uns gesprochen wird. Ich habe ja so ein bisschen das Thema, dass dieser strafende, angeblich sehr liebevolle Gott meinem Vater so ähnlich ist und deswegen bin ich da so ein bisschen skeptisch und deswegen habe ich auch eine intensive Zeit hinter mir gehabt, in der ich von mir behauptet hätte, ich bin Atheist. Ich habe dann das Buch Gespräche mit Gott gelesen, was ich dir nur empfehlen kann, von Neale Donald Walsch, und es gibt so eine herrliche Rezension auf Amazon – oder es gab. Vielleicht gibt’s die ja heute gar nicht mehr – und da schreibt jemand: „Es ist die Bibel für Atheisten“. Ich fand es damals wie heute sehr zutreffend, ich mag das. Es ist ein ganz neues Bild, was da von diesem liebenden Gott gezeigt wird und auch von der Nähe oder Entfernung und auch von dem Thema: Ist es wirklich eine Energie, eine Macht, die außerhalb von uns ist? Was ja die Voraussetzung ist für das christliche Weltbild, dass da eine Macht ist, die über uns urteilt. Was bedeutet, wir können nicht Gott sein. So, ich übersetze hier den Begriff Gott gerne mit den Worten „Alles, was ist“. So, wenn Gott das ist, was ist, also alles, was ist, dann muss ja alles auch Gott sein, was ist. Das ist jetzt so ein bisschen Mengenlehre.Jetzt merkst du schon, dieser Podcast driftet ein bisschen ab, entwickelt sich in eine  unerwartete Richtung. Ich wollte noch mal ganz woanders hin und lass dich jetzt mit diesen Gedanken im Moment mal da und dann können wir da zu einem späteren Zeitpunkt an diesem Thema noch mal vorbeikommen.

Jedenfalls ich beobachte eine Menge Menschen dabei, wie sie so viel Angst vor der Veränderung haben, so viel Angst davor haben, sich mit ihren eigenen Themen zu beschäftigen, dass sie ein Leben lang auf der Flucht sind.

Für viele dieser Menschen bedeutet das, dass sie sich dem Alkoholkonsum hingeben, möglichst regelmäßig, um das nicht zu spüren, wie weh das tut, um die Bilder in ihrem Kopf langsam zu machen, um sich weiter zu betäuben. Da mag es viele verschiedene Gründe geben. Nur was feststeht ist, es sind nicht so viele, die sich auf die Reise machen und es werden an jedem einzelnen Tag mehr. Und das ist das, was mich so glücklich macht, mich so erfreut. Es ist unglaublich, wo überall Menschen diese Reise beginnen. Auch Menschen, die in meine Seminare kommen und sagen: „Ja, ich bin bereit für die Veränderung, ich möchte ein anderes Leben. Ich möchte was Neues erleben. Ich möchte an mir arbeiten, ich möchte mich besser kennenlernen.“ Und diese Gründe sind so herrlich zu hören, weil das bedeutet, dass wir auf dem Weg sind. Wir sind auf dem Weg, uns als Menschheit zu verändern, wir sind auf dem Weg zu erwachen, wach zu werden für uns selbst und für andere. Und meine feste Überzeugung ist halt, dass jeder Einzelne von uns sich verändern darf, damit wir die Probleme, die Herausforderungen, vor die wir heute als Menschheit gestellt sind, gelöst bekommen. Und deswegen ist es so positiv, dass du anfängst, dich mit dir zu beschäftigen und deswegen bin ich gerne bereit, meinen Beitrag dazu zu leisten, dich in dieser Veränderung, die ganz offensichtlich ansteht, zu unterstützen.

Also, es gibt genügend Menschen, die wegrennen und es kann gut sein, dass diese Menschen nicht verstehen, wenn du innehältst und wenn du sagst: „Ich mache mich jetzt auf die Reise“.

Und ich weiß nicht, ob du ein Vorbild für dich hast, wie das bei mir mein Großvater gewesen ist. Ich weiß nicht, ob es in deinem Leben jemand gibt, von dem du sagst, egal ob Mann oder Frau: „Das! So! Ja, das wäre eine Eigenschaft, eine Charaktereigenschaft, die ich gerne haben wollen würde.“ Ich habe für mich festgestellt, ich habe immer wieder Mentoren gehabt im Lauf meines Lebens, nicht so aktiv wie man es heute tut, dass man zu Leuten geht und sagt: „Willst du mein Mentor sein und ich würde gerne von Dir lernen.“ Ich finde es immer ganz lustig, wenn Teilnehmer zu mir kommen und mich fragen, ob ich ihr Mentor sein will und hier und da willige ich gerne ein und dann bitte ich sie, eine bestimmte Aufgabe zu machen. Und bis heute hat noch niemand diese Aufgabe gemacht. Das finde ich sehr lustig. Und die sagen: „Nee, nee, Marc, ich wollte nicht Aufgaben erledigen, ich wollte Dich gerne als Mentor haben.“ Ich sag: „Ja, gerne, lös die Aufgabe.“ Und das ist für mich super spannend, also von daher, der Weg darf natürlich leicht sein und auf der anderen Seite, okay, ich habe von diesen Mentoren immer sehr profitiert. Es waren immer Männer, zum Teil Frauen, aber weit überwiegend natürlich Männer, zu denen ich aufgeschaut habe, die irgendwas konnten, die irgendwas geleistet haben. Ich erinnere mich zum Beispiel an meinen Latein- und Deutschlehrer, den Peter. Peter war ein echtes großes Vorbild für mich als ich 17, 18 war, unglaublich, so belesen, Mann. Unglaublich belesen. Hunderte, ich würde sogar sagen tausende von Büchern standen in seinen Ikea Regalen. Mann, hatte der ein Wissen! Unglaublich intellektuell, womit der sich auskannte: Kulturgeschichte, Latein, Deutsch, diese Fächer. Ich würde fast schon sagen ein Genie. Unglaublich. Unglaublich! Und ich fand das zum einen erstrebenswert, zum anderen hab ich immer gedacht: Ja, gut und was machst du dann damit? Aber es waren wirklich solche Menschen wie Peter, die mein Leben massiv beeinflusst haben. Massiv. Und ich habe die dann nachgeahmt und es gab dann zum Beispiel von den Klassenkameraden Kritik: „Du verhältst dich ja wie der Peter!“ und es war egal, weil das ist die Art und Weise wie wir Menschen lernen. Wir lernen am Modell, wir ahmen die Menschen nach. Am Anfang unsere Eltern und später halt hoffentlich selbstgewählte Vorbilder, denen wir nacheifern und das ist auch eine schöne Art zu lernen, eine sehr angenehme Art zu lernen und ich mag das extrem bis heute. Ich habe immer wieder Menschen gefunden, zu denen ich aufschaue und die für mich großartige Vorbilder sind, so dass ich meinem Gehirn eine Idee gebe, in welche Richtung ich mich entwickeln möchte.

Also das wäre etwas auf jeden Fall, was ich dir nahe lege auf deiner Reise, dass du vielleicht dich mehr oder weniger aktiv nach Vorbildern umschaust.

Ich habe mich nie aktiv nach Vorbildern umgeschaut. Ich habe also nicht, so wie das heute in der Literatur hier und da in Selbsthilfebücher empfohlen wird, dass man sich aktiv umschauen und Leuten E-Mails schreiben soll und sie nervt: „Willst du mein Mentor sein?“. Ich habe heute Mentoren, die nicht mal wissen, dass sie meine Mentoren sind. Peter wusste das vermutlich auch nicht, aber er hat sich’s denken können als ich sehr viel Zeit mit ihm verbracht habe, nur es gibt andere Mentoren heute in meinem Leben oder Menschen, die ich als Mentoren bezeichnen würde und die wissen es nicht, weil ich nie mit ihnen darüber geredet habe. Ich beobachte sie bei dem, was sie tun zum Beispiel im TLC gibt es einige Männer, wo ich finde, das sind echte Vorbilder. Nicht so viele, ein bis zwei eher. Nur die haben bestimmte Wesenszüge, Persönlichkeitsmerkmale, die ich sehr attraktiv finde und wo ich mich gerne hin entwickeln würde. Und von daher tue ich da ein bisschen den Focus drauf.

So. Sind Vorbilder unabdingbar? Nein, nein, nein, das möchte ich damit gar nicht sagen. Deine Entwicklung ist deine Entwicklung und das ist dein Weg und du darfst den so gehen, wie er dir gefällt. Und es ist auf jeden Fall eine schöne Idee, wenn du den so gehst, wie er dir gefällt. Das darfst du bitte unbedingt so tun. Und auf der anderen Seite können solche Mentoren, solche Vorbilder diese Entwicklung beschleunigen und können dich auf diesem Weg sehr schön voranbringen. Das kann also einer der Gründe sein, warum du dich auf den Weg machst.

Der andere Grund, warum du auf die Reise gehst, kann definitiv sein, dass du einfach die Nase voll hast von deinem Leben, dass du sagst: „Marc, ich habe die Schnauze so voll, ich mache jetzt etwas anders, ich setze mich in Bewegung.“

Bei mir war das damals, dass ich halt 170 Kilo gewogen habe oder ein bisschen mehr. Und ich war wirklich dick, obwohl ich 2 Meter groß bin, aber 170 kg waren definitiv mit Abstand zu viel und ich habe immer nur gejapst wenn ich irgendwie eine Treppe gelaufen bin und so. Super mega unsportlich, keinerlei Bewegung. War auch noch stolz da drauf, habe mich mega ungesund ernährt von Pizza und all so einem Zeugs. Und ist nicht schlimm, das war offensichtlich eine wichtige Phase meines Lebens. Nur ich hatte die Schnauze voll von diesem Leben, ich wollte so nicht weitermachen.

So, mir ist egal, wo die Reise für dich beginnt. Es ist einfach deine Reise und es ist okay und du darfst diesen Weg gehen und du kannst diesen Weg gemeinsam mit anderen Menschen gehen, die ihn schon gegangen sind. Nur orientier dich nicht zu sehr – und das wäre mein Wunsch in der heutigen Folge – an diesen Menschen, die du da draußen im Mischgebiet siehst, die sich regelmäßig, wie gesagt, volllaufen lassen, Alkohol trinken, Nachrichten gucken. Du kannst dir all diese Menschen in Ruhe anschauen. Das, was du feststellen wirst ist, sie machen auch in zehn Jahren praktisch keine Entwicklung durch, sie entwickeln sich nicht weiter. Sie kommen mit ihren Themen nicht voran. Wirklich wörtlich. Auch in 20, 30 Jahren. Du kannst Klassentreffen ideal für so was nehmen. Die allermeisten Menschen auf diesem Planeten kommen nicht voran. Du kannst sie zehn Jahre nicht besuchen, notfalls deine eigenen Eltern, zehn Jahre später gehst du wieder hin, guckst noch mal nach. Keine Veränderung. Nichts. Also sie sind ein bisschen älter geworden und fahren ein anderes Auto, weil das andere zerbrochen ist, vielleicht kaputt gegangen ist. Oder haben sich eine neue Küche gekauft, weil das nötig war oder weil sie im Lotto gewonnen haben. Nur das ist nicht die Art von Veränderung, von der ich spreche. Ich meine persönliches Wachstum. Ganz konkret persönliches Wachstum. Welche Themen löst du wirklich nachhaltig für dich? So, du kannst dir jetzt einen bestimmten Lebensstil angewöhnen, du kannst alle Einflüsse von außen fernhalten. Ich hatte heute ein sehr schönes Beispiel im Seminar, ich habe mich mit einer Teilnehmerin kurz unterhalten und es war kein lustiges Thema, es war okay. Ich habe so ein bisschen ihr eigenes Verhalten gezeigt, was sie, weil sie mit ihrem Mann im Seminar ist, zeigt und es war ein sehr kontrollierendes Verhalten. Überhaupt nicht schlimm. Ich habe es ihr nur sehr deutlich gespiegelt und sie fing an zu weinen, weil ich irgendwelche Anker gefeuert habe, die sie in der Kindheit hatte oder was auch immer, die sie mit ihren Eltern hatte. Aber es war ein spannender Moment in der Zeit, weil es für sie so wichtig war. Und wir haben uns hinterher in der Pause unterhalten und sie sagte, es war so wichtig, dass ich ihr das nochmal zeige und sie sagte: „Ich will dieses Programm loswerden, ich möchte mich weiterentwickeln, ich habe keine Lust, dass ich immer auf Autopilot bin“. Und es war ein unglaublich schöner Moment für die ganze Gruppe und für sie vor allen Dingen auch, dass sie erkannt hat, okay, sie will wirklich vorankommen, sie möchte sich verändern.

Und nochmal: Teile dieser Reise zu dir selbst, Teile dieser Reise der Mensch zu werden, der du wirklich sein kannst mit deinen Träumen, deinen Hoffnungen, deinen Wünschen, auch in der Überwindung deiner Ängste, deiner Probleme, deiner Herausforderungen, das ist ein Ziehen und ein Schieben sozusagen.

Zum Teil ist es eine sehr schöne Reise, wo dir die Veränderung leichtfällt, wo die Themen dir einfach zufliegen und wo alles so super leicht geht, der passende Job kommt, passender Partner, Partnerin, was immer es ist, was in deinem Leben eine Rolle spielt. Teile dieses Weges sind extrem easy und extrem locker und andere Teile mögen ein bisschen holprig sein und da mag es nicht so leicht sein. Das ist nicht schlimm, okay? Ich möchte dir hier schon, jetzt gleich die Bewusstheit dafür geben: es geht uns allen so. Obwohl du diese Reise in deinem kleinen Bötchen antrittst, in deiner kleinen Welt und du kennst noch nicht mal das Ziel genau, du weißt, okay, du willst vorankommen mit dir selbst. Obwohl jeder von uns in seinem kleinen Bötchen sitzt, sind wir doch Viele, die in diesen Bötchen sitzen. Und auch wenn du dich umschaust, siehst du an vielen Stellen vielleicht niemanden, der mit dir da rudert, paddelt oder segelt oder wo auch immer mit dem Bötchen unterwegs ist, das kann schon sein. Es gibt diese Momente, wo du, wenn du dich auf den Weg der persönlichen Veränderung machst, sehr einsam bist und die sind okay. Wenn du jetzt durch diese Folge dieses Podcasts die Bewusstheit erlangst: Wir sind da alle mit dir, wo du jetzt gerade bist auf dem Weg deiner persönlichen Veränderung. Wir sind da mit dir, ich verspreche es dir. Einige von uns sind den Weg vor dir gegangen, andere gehen ihn hinter dir, wir alle gehören im Moment – vielleicht einige Zehntausend, vielleicht auch einige Hunderttausend, nur mehr sind es im Moment noch nicht – wir alle sind ganz vorne, wir sind die Speerspitze der Bewegung, wir sind die, die vorgehen.

Und natürlich wenn Menschen jetzt in meine Seminare kommen, haben sie das Gefühl: „Ah, der ganze Planet ist in der persönlichen Veränderung!“ Du, das ist nicht so. Das ist nicht die Wahrheit. Wir sind die Ersten. Wir sind die, die es mutig, manchmal mehr, manchmal weniger, anpacken.

Wir sind die, die sich auf den Weg gemacht haben aus welchen Gründen auch immer. Und ich möchte dich dazu beglückwünschen, dass du dich auf den Weg machst oder auf den Weg schon gemacht hast. Ich möchte dich beglückwünschen zu dieser Reise, weil dieses Jahrhundert, diese Zeit, die die Menschheit jetzt erlebt auf dem Planeten Erde, ist genau diese Zeit für diese Veränderung. Und wir werden diesen Weg nicht alle auf einmal gehen, die Menschheit wird nicht kollektiv, im Moment noch nicht kollektiv, aufbrechen, es wird die Zeit kommen, wo es soweit ist. Im Moment sind wir noch nicht da. Im Moment kämpfen die dunklen Mächte mit den hellen lichtvollen Kräften. Aber das Schöne ist, ich habe in diesen Kryon-Büchern gelesen: die dunkle Seite kann die helle Seite nicht sehen und das ist die Wahrheit, bei all dem, was ich erfahren habe.

Also, darüber werden wir auch zu gegebener Zeit noch mal reden, hier einfach nur der ganz klare Hinweis: Du bist nicht alleine, wir sind Mehrere, wir sind Viele. Täglich werden es mehr Menschen, die sich auf den Weg machen und es ist ein Weg, für den es sich lohnt und das verspreche ich dir aus tiefstem Herzen.

Also wünsche ich Dir jetzt eine ganz tolle Woche, genieß die Zeit.
Wir hören und lesen uns nächste Woche wieder. Bis dahin alles Liebe, tschüs.