Hallihallo, hier ist wieder Marcs kleine Welt. Schön, dass du dich weiter verändern möchtest.

Ja, die vergangene Woche… oioioi, das war mal heftig, das verstehe ich auch, ist auch okay. Und natürlich darfst du mir schreiben, die Webadresse ist www.marcskleinewelt.de, alles zusammengeschrieben, der Marc schreibt sich mit C und das S natürlich ohne Apostroph im deutschen Genitiv: Marcs kleine Welt, nicht mit x, so nix. Kannst du aber auch mit K schreiben, ich glaube die Domain habe ich auch, spielt aber hier keine Rolle. marcskleinewelt.de und da findest du eine E-Mail-Adresse, da kannst du mir eine E-Mail schreiben, weil ich dann deine Themen, deine Anregungen und so gerne aufnehme, auch deinen Ärger zur Kenntnis nehme, wenn es den mal geben sollte und es ist alles gut, weil wir uns ja beide auf dem Weg deiner und gleichzeitig meiner Veränderung befinden. Von daher ist das alles, alles wunderbar. Lass uns gemeinsam verändern, lass uns ein Ziel setzen, wir wollen liebevoll, wir wollen sanft, wir wollen leicht die Veränderung erreichen, damit wir endlich beide, du und ich, das Leben unserer Träume leben können.

Ja, in der vergangenen Woche sind wir bis zur Stelle von Enttäuschung gekommen, zumindest habe ich das so wahrgenommen.

Ent-täuschung. Ein faszinierender Begriff, weil er bedeutet – und das wissen viele Menschen, die sich mit dem Wort schon mal beschäftigt haben – Du bist einer Täuschung…wie nennt man das Verb? Aufgesessen?

Auf den Leim gegangen. Ja, sagen wir es einfach mal so. Also, du hast dich selber getäuscht, weil du gedacht hast, das wäre in der bestimmten Art und Weise und dann war es nicht so. Und das gilt für viele Veränderungen und es gilt eben auch für du-bist-verlassen-worden oder was auch immer oder jemand ist gestorben. Da gab es Enttäuschungen in dir. Die Täuschung war vielleicht, dass der für immer bleibt oder die Täuschung war, dass der für immer lebt. Beides ist auf diesem Planeten nicht vorgesehen, manchmal fällt das auch zusammen. Es stimmt. Es stimmt. Also Richard Bandler, bei dem ich gelernt habe und immer noch weiter lerne, hat mal gesagt: Jede Liebesbeziehung endet tragisch. Entweder stirbt einer von beiden oder einer von beiden geht. Das sind die beiden Alternativen. Und jetzt kannst du natürlich entscheiden, dass du Schmerz vermeidest, indem du Single bleibst, weil der Einzige, der dann stirbt bist du und das tut dir ja nicht weh, weil du ja dann tot bist. Egal, was du über den Tod glaubst, danach bist du nicht mehr auf dem Planeten und hast auch keinen Körper mehr. Also ist das für Viele heute eine der präferierten, besten Möglichkeiten. Sie vermeiden die Enttäuschung, sie vermeiden den Schmerz, indem sie sagen: „Nö, mache ich gar nicht, das Spiel mach ich gar nicht mit, ich verkriech‘ mich einfach zu Hause und folge meinen Ängsten und bewege mich nicht, weil wenn ich mich nicht bewege, dann kann ja auch nicht so viel passieren“. Das stimmt definitiv und auf der anderen Seite ist es ein unglaublich einsames Leben, weil du dann keine Freunde hast und vielleicht auch keine Partnerschaft, keine Beziehung eingehst, vielleicht dich noch nicht mal mit Kindern rumärgern kannst, ja? Und es ist ja traumhaft Kinder zu haben – nein, ist es wirklich! – und auf der anderen Seite ist da auch hohes Frustpotential, weil Kinder dich einfach herausfordern, weil Kinder dir auch eine Veränderung abverlangen.
Wir bleiben einfach noch mal bei dem Thema von der vergangenen Woche, nämlich bei dieser Ent-täuschung. Und ich wollte das einfach noch mal genauer durchgehen dieses Entlieben, den Umgang mit dem Schmerz, weil das, was ich ja vergangene Woche so ein bisschen kritisiert hatte, war dieses Statement von der Teilnehmerin:

„Ja, man macht den Ex-Partner einfach im Kopf so lange schlecht bis es nicht mehr weh tut, dass er weg ist“.

Warum halte ich das für eine ungeeignete Lösung? Weil es wiederum Vermeiden von Schmerz ist. Also, du würdest Schmerz empfinden in dir. Der ist nicht mehr da, das ist traurig, traurig, traurig. Also lasst uns ehrlich sein, ja? Wenn du in einer liebevollen Beziehung gewesen bist und die endet, selbst wenn du die beendest, dann ist da doch Schmerz. Da kannst du mir erzählen, was du willst, das ist doch logisch.
Ja und wir können jetzt in drei Stunden darüber diskutieren (das werde ich hier nicht tun), ob es mehr Schmerz ist wenn du verlassen wurdest, als es Schmerz ist wenn du verlassen hast. Fest steht, die Beziehung ist zu Ende, beide müssen damit umgehen, dass die Beziehung beendet ist und wenn es eine liebevolle Beziehung war, was ich hoffe, dann haben beide ein Thema. So. Und es dürfen auch beide lösen. So, wenn ich das jetzt löse – lass uns da mal im Detail reingehen – wenn entlieben für dich bisher bedeutet hat: du machst den anderen so lange mies, nach dem Motto „Ja, das hat er auch nicht gemacht und dann hat er die Zahnpasta Tube nie zugemacht, hat immer die Klo Rolle leer gemacht, hat auch nie beim Putzen geholfen, hat immer nur an sich gedacht“. Ja, oder zum Beispiel Männer, die alle möglichen negativen Eigenschaften haben, dann würde natürlich, das kann ich mir schon vorstellen – und wie gesagt, mit 14, 15, 16 probiert man das auf jeden Fall aus – dann würde der Schmerz temporär geringer werden. Ich weiß gar nicht zum einen, ob mir das damals nun wirklich geholfen hat, weil wenn ich dieses Mädchen dann wieder gesehen habe, dann war der Schmerz sofort wieder da, egal wie sehr ich mir die kaputt geredet habe. Also von daher würde ich zumindest schon mal an der Methode zweifeln.
Jede Art von Wut, die du empfindest in Bezug auf einen anderen Menschen oder so, ist ja eine Wut die sich gegen dich selber kehrt. Ja, du kannst sehr viel Wut aussenden und du kannst bestimmt auch sehr viel kaputt machen im Leben eines anderen Menschen, das ist ganz großartig, freu dich darüber. Ob jetzt wirklich sozusagen das aktiv ausgelebt ist oder ob du das in dir machst, nur, der Punkt ist der: wenn du wütend bist – und da habe ich ein Versprechen für dich – diese Wut entlädt sich gegen dich selbst. Wer Wut sät wird Wut ernten, wer Aggression sät wird Aggression ernten und wer immer andere Leute mit Dreck bewirft, da wird der Dreck einfach zu dir zurückfliegen und es wird dir um die Ohren fliegen. Das wäre sozusagen qua Gesetz der Antike schon mal der erste Grund, warum ich dir empfehle: Mach das mal nicht, okay? Mach mal nicht.

„Ja, aber es vermindert den Schmerz, den ich fühle“.

Also Punkt 1: ich bin mir da gar nicht sicher. Punkt 2: lass uns da doch mal reingehen. Was ist denn der Schmerz? Der Schmerz kommt aus der Enttäuschung, du hattest Filme in deinem Kopf, du hattest Vorstellungen von der Zukunft. Diese Vorstellungen sind enttäuscht worden.
So und ich würde das jetzt gerne vergleichen. Ich bin NLP Trainer, da nehmen wir immer sehr einfache Beispiele, weil dann kannst du verstehen wie das Gehirn funktioniert und damit kannst du dann vielleicht leichter umgehen und ich weiß, dass du, falls du noch nie was von NLP gehört hast, denken wirst: „Ja der Typ, der hat mal einen an der Klatsche, das kann er ja wohl so nicht vergleichen“. Ich mache es trotzdem, hier kommt der Vergleich. Du gehst an den begehbaren Kühlschrank, also in den Supermarkt bei dir um die Ecke, und du liebst Zitronenjoghurt und der Zitronenjoghurt ist aber aus, ja? Der ist alle, gibt es diese Woche nicht, tut mir leid. Fragst auch die Verkäuferin noch, ob sie noch einen hat hinten im Lager. Hat sie nicht. Wahrscheinlich wieder nächste Woche, falls nicht der Zitronenjoghurt überhaupt gar nicht mehr hergestellt wird. Gibt’s ja auch, ne? Es gibt Sachen, die nicht mehr hergestellt werden, wo man sich einfach auch wundert, warum. Ich hatte das vor Jahren. Es gab einen fantastischen Chai Latte mit einer Menge Zucker, Blue Elephant, glaube ich. Da war ein blauer Elefant drauf, die Firma ist in San Francisco. Es war eine Top Rezeptur! Ich habe das Zeug bestellt bei Amazon, klasse, klasse, klasse! Das habe ich richtig gerne getrunken, hat ein bisschen viele Kalorien, da muss man nicht mehr frühstücken wenn man davon eine Tasse hatte. Und dann haben die das Rezept geändert in seifig. Ich kann das nicht anders beschreiben. Ich habe dem Importeur geschrieben, habe gesagt: „Hören Sie mal, das ist in seifig geändert“, da sagt der: „Oh mein Gott, die haben die Rezeptur geändert“. Und der wusste das schon von einer anderen Chai Latte Sorte, ich hatte immer die hellblaue oder so ein mittelblaue, es gab die auch in braun und grün oder irgendsowas und da sagt der: „Oh mein Gott, jetzt haben die von dem auch die Rezeptur geändert“. Und damit ist das Ding vor die Wand gefahren. Ich habe keine Ahnung, warum die das in seifig geändert haben, schmeckte wirklich wie Seife. Ich habe darunter gelitten. Ja, jetzt nicht so als wenn eine Beziehung beendet ist, ist schon klar.
So, dein Zitronenjoghurt ist alle, du kommst am Kühlregal vorbei, du hast dich so gefreut: dein rechtsdrehender super Zitronenjoghurt! Das Fach ist leer, da steht noch Zitronenjoghurt dran. Ja, Mist, ne? So und jetzt kannst du prüfen für dich: Wie gehst du damit um?
Variante 1 zum Beispiel – und ich werde jetzt nicht alle Varianten durchspielen, aber lass uns mal gucken, wo wir landen – Variante 1. Du sagst: kein Problem, nächste Woche ist er wieder da, ich kenn das schon, ab und zu fehlt der mal oder kennst du auch noch nicht, aber du sagst: „Ach, die werden den nächste Woche schon wieder haben, das kann nicht das Problem sein, das schaffe ich, schaffe ich, schaffe ich. Ja, mutig voran, es ist alles gut, hadre mal nicht so viel, das wird schon“. So und dann ist gut, ne? Und dann ist vielleicht dein Joghurt nächste Woche wieder da und du hast das Leiden hingenommen, indem du dir ein Bild gemacht hast von der-kommt-schon-wieder. Und damit war es leichter zu ertragen.

Das ist, finde ich, ein sehr positiver Umgang damit. Du rechnest einfach damit, dass das wieder kommt.

Und natürlich, wenn du erste Mal Liebeskummer hattest oder das erste Mal verlassen worden bist, dann denkst du: jetzt gibt es nie wieder eine Beziehung, so ein Sahneschnittchen wie die oder den, das gibt es einfach auf dem ganzen Planeten nicht mehr. Genauso wie mit deinen Zitronenjoghurt. Wenn du glaubst, den gibt’s nie wieder und im Fall von meinem Chai Latte glaube ich das wirklich. Also wenn die die Rezeptur nicht wieder zurück ändern… Vor allen Dingen, ich werde ja gar nicht merken, dass sie sie zurück ändern, weil dieses Seifenzeug, das werde ich nie wieder kaufen.
So, von daher ist das Thema leckerer Chai Latte, wie kann man 2000 Kalorien auf so kleinem Raum unterbringen, das hat sich für dieses Leben erledigt. Also zumindest in der Version Vanille und so…Gott, war der lecker! Gut, gibt’s nicht mehr. Gibt’s ein anderes leckeres Getränk. Ja. Vielleicht nicht so lecker, nicht genauso gleich lecker. Anders lecker. Gibt andere Getränke, die lecker sind. Das gelingt mir jetzt auch nicht immer. Also zum Beispiel hat mir jemand vor drei Jahren mal erzählt (der liebe Michael): „Pass auf Marc, wenn du ab jetzt Kaffee ohne Zucker trinkst..“ und ich wollte damals noch ein bisschen schlanker werden und so, hab ich gedacht, na, wenn ich den Zucker weglasse, dann sind schon die ersten Kalorien weg, schon mal eine tolle Idee. Und Michael machte mir Mut und er sagte: „Du Marc, das ist überhaupt gar kein Problem, du lässt den Zucker zwei Wochen weg, danach brauchst du keinen Zucker mehr“. So, jetzt trinke ich seit drei Jahren den Kaffee ohne Zucker und ich will das ganz ehrlich sagen: es schmeckt immer noch nicht. Nicht hundertprozentig, er ist nicht so gut wie damals Cappuccino mit Zucker. Das Problem ist, ich habe jetzt neulich mal wieder mit Zucker probiert. Ich mache das immer mal wieder, da probiere ich dann doch wieder Zucker rein zu tun, schmeckt mir auch nicht mehr. Jetzt habe ich mich zwischen die Welten katapultiert, ne? Jetzt ist eigentlich die Wahl zwischen Pest und Cholera. Ich kann mir jetzt wieder antrainieren, den mit Zucker zu trinken oder ich glaube weiterhin an Michael und daran, dass es bei mir nicht zwei Wochen sind, sondern vielleicht fünf Jahre oder so. Und irgendwann wache ich dann morgens auf und denke: Oh, der Kaffee schmeckt ohne Zucker, ist richtig gut. Lecker, lecker, lecker. Kann ja sein.
So, das andere wäre, und das so ein bisschen mit meinem Chai-Latte: Ich darf meinen Frieden damit machen, dass es den so nicht mehr gibt. Natürlich habe ich kurz drüber nachgedacht als sie damals die Rezeptur geändert haben, dass ich einfach kurz an den Hersteller schreibe in San Francisco und schreibe: Hör mal, ihr Lieben, habt ihr noch Restbestände? Die hätte ich dann solide aufgekauft, dann wäre ich zumindest für zwei Jahre hingekommen. Ich darf damit umgehen, es wird ihn nicht mehr geben. Es ist durch. Ich kann mich jetzt den Rest des Lebens auf die Suche nach neuem Chai Latte machen. Ich kann entscheiden: Chai Latte ist einfach durch. Ich erinnere mich an dieses herrliche Vanilla Chai Latte Pulver Zeugs aus San Francisco, das war bestimmt gentechnisch verändert. Ja, ich könnte hergehen, könnte sagen: das war bestimmt nicht gesund und das war gentechnisch verändert und es war ein Sauzeug und kam aus Amerika und sowieso voll dagegen und das hat mich einfach nur dick und fett gemacht und kugelrund und das ist total schädlich und das ist doof und das ist bescheuert und deswegen bin ich froh, dass es den nicht mehr gibt. Ne, das wäre die Variante, du merkst es gerade, von Ex-Partner schlechtreden und dann tut’s nicht so weh, dass es das nicht mehr gibt.

Nochmal: das halte ich für keine gute Lösung, weil warum soll ich mir den schlecht reden?

Der war super lecker! Das war ein richtig toller Chai Latte Vanille! Herrlich! Der hat genauso geschmeckt wie ich Vanille mag. Ja, ihr lieben Gesundheitsapostel, mit richtig viel Zucker drin. Wunderbar, alles klasse. Wie sagt mein lieber Freund Matthias immer: „Ich muss dringend zunehmen“. Es gelingt ihm nicht wirklich, aber er hat Teilerfolge. Und ich glaube, es ist eh egal. Von daher, man kann sich auch zwischendurch einfach mal einen Chai Latte gönnen. Also, das ist halt die andere Variante. Den gibt’s nicht mehr, okay? Ist durch. Diesen Chai Latte wird es so nicht mehr geben. Gut, ich könnte die Firma aufkaufen, die alte Rezeptur nehmen, nach alter Rezeptur fertigen, weltweit wieder den alten Chai Latte ausliefern, Millionen, Milliarden Umsätze machen… Mach doch deinen Frieden damit, dass es den nicht mehr gibt. „Ja, aber nie wieder? Echt, nie wieder? Nie wieder rauchen, nie wieder meinen leckeren rechtsdrehenden Zitronenjoghurt?“
Das ist letztlich das, wo ich vergangene Woche darauf hinaus wollte. Es wird Dinge geben in deinem Leben und da könnten wir jetzt mal ein ganz großes Thema nehmen: jemand stirbt. Jemand, den du geliebt hast. Ich weiß, dass du jetzt denkst: Mensch, das hat ja jetzt mal gar nichts mit Chai Latte und Zitronenjoghurt zu tun. Und hat es in gewisser Weise doch, weil du lernen darfst, dass das Leben dir schöne Momente bescheren kann und je mehr du versuchst – ich sag da bewusst das Wort versuchen, weil es erfolglos ist – je mehr du versuchst diese schönen Momente für immer zu konservieren, je mehr du der Meinung bist, dass du zum Beispiel diese schönen Momente nur mit diesem einen Menschen erleben kannst, der jetzt aber ja nicht mehr da ist, aus welchen Gründen auch immer, desto schlimmer wird der Schmerz, desto größer wird das Leid.
Und das alles liegt in meinem Modell von Welt – Marcs kleine Welt – an einem Missverständnis.

Das Missverständnis ist, dass das Glück oder auch das Unglück aus diesem Menschen kommt, aus der Situation kommt, aus der Verbindung mit diesem Menschen, aus dem, was du mit ihm oder ihr erleben konntest oder hättest können, was du dir vorstellst.

Anstatt dass du verstehst, dass du, ja gemeinsam mit diesem Menschen, temporär, eine gewisse Zeit lang Lebensumstände erschaffen hast, die voller Glück und Schönheit waren. Voller Zitronenjoghurt und Chai Latte Vanilla. Und das war ein Abschnitt deines Lebens. Der ist vorbei und du kannst jetzt an diese Zeit denken, die schön war. Das wäre dann damals mit 15, 16, 17 einer dieser ersten oder vielleicht der erste Kuss gewesen mit diesem Mädchen, mit diesem Jungen und der war wunderschön, den hast du sehr genossen.
Und wir kommen da noch hunderte von Malen darauf zurück: wenn du das groß machst, diesen Geschmack von diesem herrlichen Chai Latte, diesen Kuss, diesen schönen Moment oder die vielen schönen Momente und du versetzt Dich zurück in der Zeit und denkst an diesen herrlichen Geschmack von dem Zitronenjoghurt, dann wirst du neue Ereignisse anziehen, die dich mindestens so glücklich machen wie der Chai Latte, wie der Zitronenjoghurt und wie dieser Kuss, dann wird dich vermutlich ein anderer Mensch küssen und es wird wunderwunderschön sein. Du brauchst das gar nicht ins Verhältnis zu setzen. Es wird schöner sein, weil du mehr Lebenserfahrung hast, weil du mehr in der Lage bist noch schönere Dinge anzuziehen oder aber du behauptest – und das ist die Lüge des Lebens – dass Glück überhaupt nur mit diesem Zitronenjoghurt, mit diesem Menschen, mit dem Chai Latte Vanilla geht. Dann würdest Du eben in der Definition der vergangenen Woche leiden und das Leiden wäre nicht veränderbar, weil die den Chai Latte Vanilla aus dem Programm genommen haben. Weil dieser Mensch nicht mehr mit dir zusammen sein möchte.

Und deswegen triff eine weise Entscheidung in Bezug auf die Enttäuschung.

Der einfachste Weg mit der Enttäuschung umzugehen, ist die Täuschung aufzulösen, indem du bemerkst/ feststellst/ weißt/ spürst/ zur Kenntnis nimmst, dass du dich selber – das ist mir wichtig – du dich selber getäuscht hast. Du hast dich getäuscht. Nicht du wurdest getäuscht. Du hast dich getäuscht. Du hast geglaubt es hält für immer, du hast geglaubt es gibt diesen Zitronenjoghurt für immer, du hast geglaubt es gäbe den Chai Latte Vanilla für immer. Das ist auf diesem Planeten nicht im Angebot. Das ist vermutlich sogar im ganzen Universum so nicht im Angebot, aber lass uns auf der Erde bleiben, weil tendenziell werden wir nicht von hier wegkommen, also von daher kannst deinen Frieden damit machen: es ist auf diesem Planeten nicht im Angebot. Du wirst es nicht bestimmen können. Du kannst nicht über einer anderen Seele entscheiden. Du kannst nicht. Es ist nicht dein Business. Dafür hast du eine Menge Freiheit. Du hast die Freiheit für dich zu entscheiden, wie du leben möchtest. Und je mehr du dich auf das fokussierst – lass dir Zeit damit, wir sind da noch nicht in diesem Podcast – je mehr du dich auf das fokussierst, was schön war, ist und sein wird, desto mehr wirst du diese Dinge in dein Leben ziehen und umso schöner wird dein Leben, desto angenehmer und desto mehr kannst du Zitronenjoghurt, Chai Latte und andere Menschen in Ruhe lassen, weil du in dir die einzige Gewissheit findest, die dir auf diesem Planeten in einer Welt der ständigen fortwährenden Veränderung helfen kann. Die einzige Sicherheit, die es gibt, ist die Sicherheit in dir und wenn du diese Sicherheit nicht findest, dann wirst du dich den Rest des Lebens an Zitronenjoghurt, Chai Latte und einzelne Menschen klammern, wirst verzweifelt versuchen, diese Dinge festzuhalten und dadurch, dass du sie festhalten willst, werden sie dir entrissen und je mehr du kämpfst, desto schlimmer wird es für dich.
Und deswegen lautet meine Empfehlung, dass du jetzt noch mal ganz in Ruhe diese Woche – und du kannst dir auch ein bisschen mehr Zeit dafür lassen – ganz in Ruhe darüber nachdenkst. Und ich möchte dir dazu noch ein paar Fragen mitgeben:

Ist es nicht Zeit, dein Leiden zu beenden?

Vielleicht hast du dich überessen, weil du nicht glücklich warst mit dem, was außen rum passierte. Vielleicht hast du zu wenig gegessen, vielleicht hast du zu wenig getrunken, vielleicht hast du dir auf andere Weise geschadet. Vielleicht umgibst du dich mit Menschen, die dir nicht gut tun, vielleicht durchlöcherst du deinen Körper überall oder lässt überall Tattoos anbringen, irgendwie Zeugs und lässt dir wehtun, auf welche Art und Weise auch immer. Und Menschen sagen mir, Teilnehmer sagen mir: ja, dann spüren Sie den Schmerz innen nicht so, das Leid, wenn sie sich selber wehtun, weil das Gehirn nur einen Schmerz fühlen kann. Nochmal meine Frage an dich: Willst du nicht endlich mit leiden aufhören? Hast du nicht genug gelitten, ist es nicht jetzt wieder an der Zeit umzudrehen und dich auf das zu besinnen, was du wirklich möchtest? Und das kann nicht die Vergangenheit sein, die ist vorbei und es ist gut, dass sie vorbei ist, okay? Du bist auf diesem Planeten, um voran zu gehen, um die Welt so zu erschaffen wie du sie haben möchtest. Wenn du jetzt weiter leidest, wenn du dich weiter entscheidest, immer weiter darunter zu leiden, dass eine vergangene Situation nicht mehr da ist, dann wird es keine Lösung geben. Dann wirst du den Rest deines Lebens unter der Vergangenheit, der Gegenwart und sogar unter den Dingen, die du zukünftig in deinem Leben erschaffst, weiter leiden. Du wirst abstumpfen, deswegen wirst du dann noch mehr Leid in dein Leben ziehen, damit du es wieder fühlst und wirst immer noch mehr jammern und immer mehr Menschen werden sich von dir abwenden, weil du so viel jammerst.

Du hast ein Missverständnis. Das ist alles, was es ist, du hast etwas falsch verstanden.

Der Zitronenjoghurt kommt nicht wieder. Dein Gehirn weiß das, dein Unterbewusstsein hat das vollumfänglich verstanden, dein Höheres Selbst, deine Seele hat das vollumfänglich verstanden, weiß wo der neue Joghurt auf dich wartet, der noch mehr Glücksgefühle in dir auslöst als der alte Zitronenjoghurt. Wann machst du dich auf die Suche?
Und du hörst diesen Podcast, von daher du bist schon bereit, du hast dich schon auf die Suche gemacht, du machst dich schon auf die Finde, du schaust schon nach vorne und sagst: Okay, Ende des Leidens. Ende der Ent-täuschung. Ende der Täuschung und damit Ende der Enttäuschung. Ich mache mich auf den Weg, ich heile meine Wunden, ich heile die alten Schmerzen, ich gehe durch den Schmerz. Damit verschwinden Leid und Schmerz und ich mache mich bereit, eine wunderschöne Zukunft zu erschaffen, die mir wirklich gefällt.
Wow, schon wieder eine lange Folge. Na ja, ich würde mal sagen: gewöhn dich dran. Ich hoffe, sie hat dich weitergebracht, wie alle anderen Folgen dieses Podcast hoffentlich auch. Falls nicht, bleib dran. Das ist meine Empfehlung, weil es sein könnte, dass du einfach nur wegrennst vor irgendwas in dir, was jetzt entdeckt werden möchte, sonst hättest Du diese Folge nicht gehört.
Also freue ich mich darauf wenn du nächste Woche wieder zuhörst, wieder dabei bleibst, den nächsten Schritt machst in deiner persönlichen Weiterentwicklung im Umgang mit Veränderung.

Danke fürs Zuhören, ich freue mich auf Dich, tschüs.