Ist ja vielleicht ein ganz alltägliches Thema und es kann sogar sein, dass Du es nicht so gerne hörst: Kann es sein, dass Du einige Themen, die Du lösen solltest, wolltest, müsstest, könntest, in die Zukunft verschiebst. Es war mal wieder eines meiner geliebten Frühstücks-Diskussionsthemen, das mich weiterbrachte. Wir unterhielten uns über Menschen, mit denen wir Zeit verbringen und welche Muster die wohl haben, die wir auch bei uns eventuell beobachten können. Denn, das habe ich vor vielen Jahren schon mal in einem Newsletter geschrieben, Du bist der Durchschnitt der 5 Menschen, mit denen Du Dich am meisten umgibst. Also müssen diese Menschen, wenn sie eine oder mehrere Verhaltensweisen haben, etwas mit Dir gemeinsam haben. Du kannst also einfach hinschauen, um ganz viel über Dich zu erfahren.

Und so kamen wir auf dieses Thema, das ich natürlich auch bei meinen lieben Teilnehmerinnen und Teilnehmern immer mal gerne beobachte: Dass sie Probleme aufschieben. Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht finden sie gerade keine Lösung, weil das Thema einfach zu groß, zu schwierig, zu unlösbar ist. Oder etwa auch, weil andere Themen die ganze Aufmerksamkeit fordern. Oder einfach, weil sie sich angewöhnt haben, solche Themen nicht zu lösen. Oder weil sie Angst haben, mit jemandem einen Konflikt durchstehen zu müssen. Die Gründe sind sicher vielfältig und meine Frage an Dich ist: Vermeidest Du einfach nur die Veränderung, indem Du so tust, als würde das Problem jetzt nicht gelöst werden können?

Genau hinschauen hilft immer

Tut natürlich auch weh, sich das einzugestehen, dass Du vor dem einen oder anderen Thema wegläufst. Da gibt es kleine Themen oder auch große, das Muster wirst Du an jeder Stelle finden, wenn es einmal in Deinem System ist. Das liegt an der Tendenz des menschlichen Gehirns, alles zu generalisieren. Und genau da liegt dann wiederum die Lösung: Du darfst anfangen, die kleinen Themen, die Du sonst aufgeschoben hast, nicht weiter nach hinten zu schieben. Das kann die E-Mail im Büro sein, die vielleicht ein wenig unangenehm ist, oder das Telefonat mit einem Kunden, das Du schon ein paar Tage vor Dir her schiebst. Mach das jetzt gleich. Es kann auch der tropfende Wasserhahn sein, der austehende Service für irgendein Gerät in Deinem Haus. So etwas kleines in dieser Art lässt sich meist schnell beheben.

Nur ganz wichtig ist es, und das ist der Schlüssel für den Erfolg, dass Du bei kleinen Dingen anfängst. Wenn Du die Probleme des Lebens aufschiebst, dann ist es sehr unwahrscheinlich, dass Du ein großes Thema mal eben so gelöst bekommst. Zum Beispiel, weil es einfach mehr Zeit braucht. Oder weil Du es gar nicht siehst, weil Du es so lange unterdrückt hast. Du glaubst nicht, wie oft ich bei Teilnehmern offensichtliche Themen anspreche, die völlig überrascht reagieren und dann erst einmal andere Menschen fragen, ob das wirklich stimmt.

Nimm das Offensichtliche wahr

Nimm also das Offensichtliche wahr, guck hin, frag die anderen, sei ehrlich, löse die kleinen Probleme, eines nach dem anderen, und dann trau Dich an die immer größeren Themen heran. So bekommst Du wieder Dein Leben umgestaltet, wie Du es wirklich haben möchtest. Und Du kannst dann eines Tages auch die großen Herausforderungen und Probleme lösen. Die Reise, die viele Menschen mit einem Buch, einem Seminar, einem Podcast, einem Newsletter oder einem guten Gespräch unter Freunden beginnen, die beginnt, glaube ich, ganz oft genau an dieser Stelle. Auf geht’s!