Hi, hier ist wieder Marc Pletzer, ja, Marcs kleine Welt, das ist der Podcast, den du eingeschaltet hast. Ich bedanke mich bei dir, weil ich’s toll finde. Schön! Schön, schön, schön!

Wir waren ja in der vergangenen Woche, du und ich, an der Stelle, wo wir gesagt haben: Menschen verändern sich aus zwei Gründen. Große Ziele, große Schmerzen. Du hast herausgefunden – vielleicht hast du dir sogar ein bisschen Zeit genommen – das waren die großen Ziele, da gibt es ein paar Ideen, ein paar Wünsche, ein paar Träume. Dann gibt es ein paar andere Stellen in deinem Leben, wo du sagst: „Boah, das geht gar nicht. Ja, Konto ist leer, hör‘ ma‘, das ist ja mal ’n großer Dreck.“Und ich möchte jetzt nochmal so ein bisschen anfangen, mit dir darüber zu reden, weil es für mich der Startpunkt ist von allem, was wir tun.

Wie kann man jetzt so seine Träume finden?

Weil das ist das, was viele Menschen verlernt haben (ich habe es vergangene Woche schon mal angesprochen). Wir leben in einer visionsfreien Gesellschaft, wir leben in einer Gesellschaft, die, naja, so irgendwie vor sich hin fummelt, wo man von den Politikern auch nichts lernen kann, wo man nicht abgucken kann. Die haben keine großen Visionen für ein Europa in 50 Jahren oder für ein Deutschland in 50 Jahren, wo ich immer denke: das müsste man schon mal haben, ja. Zum Beispiel ich lebe in Tutzing am Starnberger See, ein wunderschönes herrliches kleines Städtchen, ich mag es sehr, und ich fände es total schön wenn die Hauptstraße, die heute durch dieses Dorf führt, eine Fußgängerzone wäre. Und ich stelle mir immer vor wie das wäre, wenn da Cafés wären und Restaurants und man würde im Sommer da draußen sitzen und es wäre einfach eine herrliche Atmosphäre und man könnte irgendwie durch wunderschöne kleine Gässchen, die schön gestaltet wären, an denen wunderschöne Häuser stehen, die so ein ganzes herrliches Flair haben und man könnte irgendwie durch diese Gässchen dann zum See gehen und da wäre halt eine riesige Promenade und man könnte da ewig lange laufen und es wäre alles ganz toll und ganz schön gemacht. Und] es wäre so ein richtiges Erholungsgebiet. Und da das hier nicht so weit weg ist von München, würden dann vermutlich eine Menge Münchner kommen und die Läden in dieser Fußgängerzone, die hätten eine Menge zu tun und es würde alles laufen und da wären eine Menge Menschen beschäftigt und die hätten alle Spaß miteinander und es könnte Konzerte geben und so weiter.

Und das stelle ich mir manchmal vor, das ist so ein Traum, den ich habe.

Weil ich dann so denke: Mensch, wie lange würde man brauchen, um so ein kleines Dörfchen, so eine kleine Stadt wie Tutzing so umzubauen, dass sowas wahr wäre. Also zuerst mal müssten wir überhaupt so eine Art von Konsens finden, ob man das will. Das ist ja jetzt individuell vermutlich verschieden und manche Menschen würden das mögen und manche Menschen würden das nicht mögen. Nur, das wäre auf jeden Fall irgendwie so ein Traum, wo ich denken würde: oh, das wär schon irgendwie Klasse! Nehmen wir mal an, man würde eine Art von Konsens finden, würde sagen: „Mensch, ihr lieben Tutzinger, was haltet ihr davon, wenn wir das wahr machen?“

So, was ich jetzt meine ist, was braucht man für einen Planungshorizont?

Was braucht man sozusagen für eine Perspektive, wie viele Jahre muss man in die Zukunft gucken, um rauszubekommen:
Na ja, wie lange brauchen wir, um das wahr zu machen? Und da habe ich jetzt mal eine vorsichtige Schätzung. Ich bin da irgendwie bei 30 bis 50 Jahren. Weil da müsste man Menschen bitten, dass sie einem das Haus verkaufen, also der Stadt oder dem Lande oder wem auch immer, und da müsste man überhaupt erst mal einen Plan machen und dann müsste man irgendwie festlegen, was will man eigentlich für einen Baustil haben und wie klein sollen die Häuserchen sein, die da stehen und… Was möchte man denn da haben und was will man überhaupt für eine Fußgängerzone haben, was soll da so alles sein und wie sollen sich die Häuser verändern, wie soll sich die Umgebung verändern? Wo wollen wir überhaupt, wie wollen wir es machen mit dem Parken, dass die Leute kommen und der S-Bahn Anschluss nach München, wie wird der vielleicht verlegt oder dass der sehr nah an dieser neuen Fußgängerzone ist.
Oder er bleibt da, wo er ist, aber man macht eine schöne Gehstrecke, Wandermöglichkeit oder wie auch immer, einen schönen Weg von diesem Bahnhof, so dass die Menschen, die aus München kommen da auch locker hinkommen. Also, das wären alles so Überlegungen und ich landete irgendwie bei diesen – ohne dass ich mich auskenne – bei so einer Idee von, naja 30 bis 50 Jahre. Locker. Vielleicht sogar noch länger.

Das heißt, man bräuchte eine sehr lange Idee, eine sehr weitreichende Vision, um dann die nötigen Maßnahmen ergreifen zu können.

Und ich erwähne das deshalb, weil zumindest meine Wahrnehmung ist in unserer Gesellschaft und ich rede ja jetzt nur von einem kleinen Städtchen wie Tutzingen, ich rede ja noch nicht mal von der Bundesrepublik oder von einem Bundesland oder so und schon gar nicht von Europa. Das sind schon Systeme, die so groß sind, da müssen viele Faktoren bedacht werden und da würde es eine kleine Herausforderung sein, die Veränderung herbeizuführen, weil es auch viele Veränderungen wären und von mir aus auch teure Veränderungen, die herbeigeführt werden müssten, um das zu erreichen. Und es gibt diese schöne Geschichte in dem Hörbuch, das ich mit Laszlo Kish produziert habe vor einigen Jahren. Und Laszlo hat mich darauf aufmerksam gemacht und ich hatte da nie drüber nachgedacht und es ist es etwas, was mich seitdem wirklich, wirklich antreibt,
Und was schön ist, wenn du darüber nachdenkst, was du in deinem Leben machen möchtest und was der Sinn deines Lebens ist.

Er sagte: „Es gab früher Menschen, die haben Eichenalleen geplant.“

Es gibt diese, also hier in der Nähe, zum Beispiel in Seefeld gibt es so eine Eichenallee an der Straße entlang und die Eiche wächst, die deutsche Eiche wächst so langsam, und das war ja dieses Beispiel, das Laszlo mir erzählt hat, dass diejenigen, die die Eichen gepflanzt haben, die also diese Eichenallee zum Entstehen gebracht haben, denen war klar, dass in dem Moment, wo sie die Eiche pflanzen gleichzeitig feststeht, dass sie diese Eichenallee in dem Leben nicht mehr fertig sehen werden. Da werden wunderschöne kleine Eichen stehen und die werden auch ganz schnuckelig vor sich hinwachsen und das ist auch ganz toll nur: das ist ein Plan von 100, 150, 200 Jahren und das machen wir heute in meiner Welt zu wenig. Wir haben zu wenig langfristige Perspektiven.
Und dasselbe sehe ich bei den Menschen. Den Menschen, die zu mir kommen, den Menschen, die ich da draußen im Mischgebiet beobachte. Die meisten Menschen haben diese Perspektive nicht. Wir denken immer zu kurz.
Ja, wir müssen das jetzt hinkriegen oder in einem halben Jahr oder in einem Jahr, das muss dann fertig sein, das muss dann alles erledigt sein. Über einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren zu denken ist für die meisten von uns schon in der Art und Weise – und ich will mich da gar nicht ausschließen – unangenehm, wo wir sagen: „So lange dauert das? Och nee, wirklich?“ Und es könnte ja sein, dass man als junger Mensch auch an einer Stelle ist, wo man sagt: es gibt einen Plan für 10 oder 15 Jahre. Aber da wir von der Schule und auch von der Gesellschaft und viele von uns auch von den Eltern nicht darauf vorbereitet werden, dass man langfristig plant und wirklich eine große Perspektive hat, um dann zu entscheiden, was man in seinem Leben tut, sollen wir das Pferd- nicht alle miteinander, aber sehr viele Menschen beobachte ich dabei – dass sie das Pferd von der falschen Seite aufzäumen, vom Popo. Weil sie zum Beispiel von der Schule kommen und dann ein Studium machen und dann…Ich habe natürlich immer mal wieder Studenten bei mir oder Abiturienten. Und ich frag die: „Aha und warum studierst du das?“ dann sagen die: „Ja, ich weiß nicht, was ich sonst machen soll.“

Meine Frage dazu ist: „Okay…und es gibt kein Ziel, was du mit diesem Studium mal machst…?“ “ Ha, pfff…, so ungefähr, so ganz grob.“

„Gibt es denn ein Unternehmen, für das du gerne arbeiten möchtest, wo du dir schon mal angeguckt hast wie der Arbeitsplatz ist, den du dann tendenziell bekommen wirst?“ und die sagen: „Nö, ich studier‘ jetzt erstmal.“ So, das ist ein schönes Beispiel hier. An sich tun mir solche Beispiele weh oder zumindest denke ich dann immer wieder darüber nach. Ja, ich hatte gerade im Seminar eine junge Frau und ich fragte sie, ob sie – ich weiß gar nicht, wie wir drauf gekommen sind, spielt ja auch keine Rolle – ob sie nicht nach Freiburg zum Studieren gehen möchte und sie sagte: „Nee, ich gehe nach Köln.“
Jetzt habe ich viele Jahre lang in Bonn und Königswinter gelebt, von daher kann ich Köln so ein bisschen einschätzen, das muss man schon mögen. Ich mag Köln, liebe Kölner, ich finde euer Städtchen schön. Und ich würde jetzt mal sagen als Studentenstadt…, das ist auch ganz toll, liebe Kölner und da gibt’s vielleicht noch Studentenstädte, wo ich sagen würde: „Och, da kann man noch lieber hingehen, die sind auch hübsch. Ja, ich fand Bonn zum Beispiel immer ganz schön. Schöne, schnuckelige kleine Uni und so, hab das nicht fertig gemacht, aber war nette Zeit. Ehrlich. Freiburg zum Beispiel, ich weiß nicht, ob du schon mal in Freiburg gewesen bist. Traumhaft schöne Studentenstadt. Also, muss jetzt vielleicht nicht der Süden sein, aber ich finde im Süden zum Beispiel gibt es sehr, sehr hübsche Studentenstädte.
So, deswegen kamen wir irgendwie auf Freiburg und ich fragte diese junge Frau:“ Freiburg, warum nicht Freiburg, warum Köln?“ und dann kam der Hauptgrund raus, wenn ich das richtig verstanden habe: sie hat einen Freund und der Freund will nicht weg. Der wohnt irgendwie im Norden und da ist Köln nicht so weit und da wird ihr Studiengang angeboten und deswegen hat sie sich Köln angeguckt und Köln ist okay und dann zieht sie jetzt dahin.
So, ist ja völlig in Ordnung. Nochmal: da ist keine Kritik. Ich fand es nur spannend. Hier wird ein ganzes Leben vorbereitet.
Sie hat keine Idee, was sie später arbeiten möchte, deswegen studiert sie erstmal. Also jetzt ein bisschen eine Idee, aber nicht so richtig konkret.
Das finde ich schon seltsam. Das ist schon die Stelle, wo ich gerne sage: ich würde überhaupt niemanden an eine Uni lassen, oder eine Fachhochschule, was auch immer, interessiert hier nicht, würde auch niemanden in die Ausbildung lassen, wenn der nicht klar hat, was er damit machen will, wenn es ein Zeitvertreib ist.

So, nochmal, das ist nicht meine Kritik an jungen Menschen, weil der Punkt ist der: meine Generation hat diese jungen Menschen großgezogen.

So, von daher, wenn diese Generation diese jungen Menschen großgezogen hat, dann heißt es eins: diese jungen Menschen haben uns bei dem zugeguckt, was wir Leben nennen. Und es scheint eine Menge von diesen jungen Menschen zu geben, die das einfach nicht attraktiv finden, was wir ihnen vorleben. Nach dem Motto: „Hey Mom, hey Dad, ich möchte nicht euer Leben haben.“
Vielleicht gibt es deshalb mehr Backpacker, die irgendwie durch die Welt reisen und sich erstmal die Sachen angucken. Ich finde es eine schöne Idee einfach mal zu gucken, was es da draußen noch so gibt, auch für Jobangebote, was andere Menschen, womit andere Menschen ihr Geld verdienen. Vielleicht ist da ja was dabei.
Das sind so ein bisschen die Gedanken, die ich in deinem Gehirn wecken möchte und ich mag das, wenn du jetzt anfängst, über deinen eigenen Weg nachzudenken.
So, ich sollte irgendwann mal Arzt werden, das hätte meinen Eltern gefallen und dann wollte ich das nicht, ich wollte Journalist werden und dann habe ich gedacht: wenn man Journalist werden will, dann ist ja eigentlich Germanistik, Politik und Ethnologie so eine klasse Kombi. Fantastisch und so halbwegs Fächer, für die ich mich interessiere, keine Ahnung, was da gelehrt wird. Ich wusste, ich will Journalist werden.
Und vorher hatte ich Naturwissenschaften probiert. Das war’s nicht so richtig. Die anderen waren alle viel besser als ich, deswegen fand ich das doof. So. Also habe ich Germanistik studiert und ich wollte Journalist werden. Das schien auch so ein bisschen zu passen. Es gab einen kleinen Haken da dran: in der Schule war Deutsch immer eines meiner schlechtesten Fächer, also neben Latein. Und da würde ich jetzt sagen: da waren die beiden Fächer Kopf-an-Kopf-Rennen, wer das schlechtere Fach ist und wo ich die schlechteren Noten schreibe.
Es gab immer eine Diskrepanz zwischen mir und den Deutschlehrern, weil ich fand meine Interpretationen brillant, ich war immer der Meinung, also, was ich aus diesem Gedicht rausgelesen habe oder aus der Kurzgeschichte, das ist eigentlich gar nicht zu toppen. Das ist ganz großes Kino.
Die Lehrer waren da anderer Meinung und wenn man es jetzt retrospektiv betrachtet, habe ich dann gedacht: Och, wenn ich das schon in der Schule nicht verstanden habe, worum es da geht, dann werde ich das jetzt studieren. Ich muss das knacken. Habe ich nicht, um das klar zu sagen, ich habe es immer noch nicht verstanden. Aber was ich verstanden habe, es gibt sogenannte Sekundärliteratur, es gibt Bücher in denen steht, wie die Interpretation richtig ist und diese Bücher hatte der Deutschlehrer. Wenn der uns gesagt hätte, dass es diese Bücher gibt, wie leicht wäre unser Leben geworden. Dann hätten wir die Musterlösung gehabt, hätten gelesen, was der lesen möchte, hätten uns diese ganzen Bücher durchgelesen und hätten es verstanden. Weil das, was ich im Wesentlichen im Deutschstudium oder im Germanistikstudium gelernt habe ist:

„Ach, das ist alles so abhängig vom Auge des Betrachters.“ Es gibt nicht d i e Interpretation, sondern es gibt viele Arten und Weisen Leben zu sehen und dies ist eben Marcs kleine Welt, so wie damals schon.

Wenn das in der Schule erlaubt gewesen wäre und dann später im Studium, dass ich gesagt hätte: „Wissen Sie, Herr Lehrer, dies ist meine kleine Welt.“
Und wenn ich dieses Gedicht lese oder diese Geschichte von Bert Brecht oder von Peter Bichsel, Autoren die ich sehr, sehr schätze. Och, die Kurzgeschichten von Peter Bichsel, oioioi, was für ein Highlight, was für ein Geschenk an die Menschheit!
Und ich finde die alten Geschichten nicht mehr. Ich habe jetzt schon so in Antiquariaten nachgeguckt und so. Irgendwie die Geschichten, die wir in der Schulzeit von ihm gelesen haben, die sind irgendwie nicht mehr so leicht verfügbar. Ich werde die finden. Ich sende jetzt mal den Wunsch aus, dass ich die möglichst bald finde. Wunderschöne, wunderwunderschöne Kurzgeschichten, die schön zum Nachdenken anregen.
Und ich hätte dem Lehrer gesagt: „Wissen Sie, das ist meine kleine Welt. Ob ihnen meine kleine Welt gefällt oder nicht, das ist mir jetzt mal kurz wumpe. Das wird sich zwar nicht positiv auf meine Note ausschlagen, nur, ich mag das so. Das ist mein Verständnis von dem, was da ist. Und so ist bis heute meine Vorliebe für Kurzgeschichten erhalten geblieben, wo sich Menschen Gedanken machen und vielleicht auch nur einen Gedanken in eine Geschichte fassen und dann kann ich als Leser diese Geschichte lesen und kann diesen Gedanken finden und finde dazu meine ganz eigenen Bedeutungen und denke in meiner Weise darüber nach und diese Geschichte berührt mich vielleicht, macht was mit mir. Wenn sie ein bisschen intelligent geschrieben ist, macht sie vielleicht was ganz Schönes mit mir und dann ist auch wieder gut. Und das wäre so eine Perspektive gewesen für das Germanistikstudium. Ich bin dann trotzdem Journalist geworden, auch ohne Studium. Ich habe schon parallel gearbeitet bei einer Zeitung, beim Bonner Behörden Spiegel. Was für eine herrliche Zeit. Hab gelernt wie man Texte schreibt, Überschriften formuliert und hab ganze Seiten betreut in dieser Zeitung, die monatlich erschien. Es war ein ganz tolles Team, eine herrliche Zusammenarbeit, die mich geprägt hat auf Jahre. Sehr familiär und genau das, was ich bis heute liebe: ein Team zu haben, mit dem ich quasi in familiärer Atmosphäre arbeite.
Warum erwähne ich das alles? Du kannst durch dein Leben gehen und kannst herausfinden, was du magst. Und das sind typischerweise Sachen, bei denen die Zeit geflogen ist, ohne dass du es gemerkt hast.

Das heißt, wenn du eine Bewusstheit dafür entwickeln willst, was du möchtest, was dir gut tut – und du endlich damit aufhören möchtest, irgendwelchen Zielen nachzueifern, die die Gesellschaft toll findet oder deine Eltern oder deine Schwester oder wer auch immer – dann ist ein wunderschöner Startpunkt für dich, dir dein eigenes Leben anzuschauen – unabhängig davon, wie alt du bist – und mal genau hinzugucken, was du magst.

Ich bin so gerne mit anderen Menschen zusammen. Ich liebe es. Ich liebe die Energie, ich liebe es Zeit mit Menschen zu verbringen.
Ich setze mich gerne für Menschen ein und ich mag es unglaublich gerne, wenn Menschen genießen. Ihr Leben genießen, die Zeit genießen wenn wir zusammen lachen, wenn wir zusammen schöne Sachen machen. Ja, als Beispiel: ich produziere so gerne diese Hörbücher mit Laszlo. Ach… ein Traum! Neue Gedanken, Ideen…! Vielleicht gelingt es mir hier und da, ihn und damit dich, von einer neuen Lebensperspektive zu überzeugen. Das ist so viel Lebenselixier da drin. Und das ist… die Zeit vergeht im Fluge wenn ich sowas mache oder wenn ich sowas wie diesen Podcast produziere, wenn ich Seminare gebe. Ich bin so in meinem Element, ich liebe meinen Beruf. Ich liebe es, dass ich da sein kann für andere Menschen. Und ich vergesse die Zeit. Es ist so, so schön, ist es, so, so angenehm.
So, wenn du jetzt hergehst und entwickelst und da darfst du dir Zeit für nehmen in den kommenden Tagen und vielleicht sogar Wochen und am Ende sicherlich Jahren. Diese Bewusstheit, die immer weitergeht. Du findest immer neue Tätigkeiten, die dir Spaß machen, immer neue Tätigkeiten, bei denen die Zeit wie im Fluge vergeht. Dann bist Du genau auf dem richtigen Weg.

Und dann wird es viel leichter für dich, deine Wünsche zu finden, deine Träume, deine großen Ziele.

Also, das ist so ein schöner Startpunkt für diese Reise, dass du hergehst und für dich mal in Ruhe nachschaust:
Was ist das, was ich geliebt habe? Und warum habe ich die Dinge getan, die ich getan habe? Es gab eine Motivation, es gab ein Grund. Ja, meine Eltern haben mich gezwungen. Alles ist gut, nimm die Sachen, die du freiwillig gemacht hast, nimm die Sachen, die dir Spaß gemacht haben. Nimm auch die Sachen, die du nicht getan hast.
Ich habe zeitlebens nicht Tennis gespielt bis vor… ich würde mal sagen sechs oder sieben Jahren, vielleicht auch acht Jahren, ich kann es nicht genau sagen. Weil ich immer gedacht habe: Naja, ich kann das ja nicht. Und wenn ich dann dahin gehe und kann das nicht, dann blamiere ich mich.
Und vor acht Jahren habe ich das geändert und habe gedacht: Ich gehe da jetzt einfach mal hin, geh in diesen Tennisclub und dann frage ich da mal nach. Und dann hab ich da nachgefragt und da haben die gesagt: „Ja, da gibt es einen Trainer.“ Dann habe ich den Trainer getroffen, da habe ich mich mit dem unterhalten.
Und dann habe ich angefangen Tennisstunden zu nehmen. Ich habe einen Heidenspaß daran. Ich spiele, wenn es geht, zweimal die Woche Tennis. Ich habe einen Heidenspaß daran, Tennis zu spielen, es ist so wunderschön. Ich habe es als Kind nicht gemacht. Es gab wunderbare Gründe, sehr, sehr gute Gründe. Es gab jemand in meiner Klasse, den Matthias, der spielte fantastisch Tennis, den hätte ich nicht überholen können. Deswegen habe ich es direkt gelassen, der hätte mich immer in Grund und Boden gespielt, der hat Turniere gespielt und immer gewonnen. Ganz groß, ganz großartiger Mann, also Junge damals. Und das waren Gründe, warum ich nie Tennis gespielt habe.
Das ist nicht schlimm, ich habe dann eben ein bisschen später angefangen. Und, wie gesagt, jetzt habe ich zweimal die Woche unglaublich viel Spaß daran, Tennis zu spielen, immer nur mit meinem Lehrer, ich lerne weiter, mache lustige Sachen. Und am Ende mach ich es im Wesentlichen, weil ich dann einen Grund hab zu rennen. Ich renne nicht einfach so durch die Gegend, sondern ich versuche den Ball zu kriegen.

So, also auch solche Sachen könntest du dir bewusst machen. Dinge, die du nie gemacht hast, aber du hättest immer schon mal Lust gehabt, sie auszuprobieren und du überwindest jetzt, wo du ein bisschen älter bist. Und ich zeige dir natürlich noch, wie das geht und ich bringe dir ganz viele Techniken bei. Ich brauche noch ein paar Folgen bis wir da hinkommen, aber dann zeige ich dir, wie du Ängste überwinden kannst, wie du damit umgehen kannst. Und dann fängst du an. Dann fängst du an, dein Leben umzudesignen und dann wird es dir immer leichter fallen, deine Ziele zu formulieren.
Genau an der Stelle machen wir nächste Woche weiter, ich freue mich darauf.

Hab eine ganz tolle Zeit. Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Genießen und ich freue mich aufs Wiederhören nächste Woche. Danke, bis dann. Tschüs!